Womit arbeite ich?

Ich denke das Thema ist ein guter Einstieg, da immer wieder die Fragen aufkommen „mit welcher Kamera machst Du diese Fotos? Welche Objektive nutzt du?“

Vorab ist mir wichtig folgendes zu klären:

Der Kamerahersteller, die Wahl der Objektive usw. ist meistens eine Glaubensfrage.
Es kommt bei der Fotografie nicht darauf an, welche Marke auf dem Kamerabody steht, sondern wieviel Liebe man in dieses Hobby investiert und ob man den Blick für ein schönes Motiv hat. Selbst ein „schönes Motiv“ liegt oft im Auge des Betrachters.
Ich möchte, dass sich hier jeder wohl und willkommen fühlt, egal ob seine eigenen Bilder aus der Handykamera oder einer Profi-Ausrüstung stammen, egal ob er Canon, Nikon oder Sony mag.
Im Übrigen beziehe ich mich auf dieser Seite und in den meisten Beiträgen auf spiegellose Systemkameras. Das tue ich nicht, weil ich keine Spiegelreflexkameras, Kompaktkameras usw. mag, sondern weil ich damit nie richtig gearbeitet habe und mich somit nicht wirklich aus der Praxis heraus dazu äußern kann. Vieles was ich schreibe trifft natürlich auf andere Systeme ebenso zu, es gibt jedoch auch einige Unterschiede.
Wenn ich mal in den Genuss komme andere Kameras auszuprobieren, werdet Ihr das hier natürlich im Anschluss lesen.

Wir alle sollten so frei sein dürfen das zu nutzen, woran wir glauben, womit wir uns gut fühlen, woran wir Spaß haben und natürlich was unser Budget her gibt.

Ich mache meine Bilder so, wie ich sie für schön empfinde und ich denke diejenigen unter Euch, die mir folgen werden, werden ein ähnliches Empfinden wie ich haben.
Meine Meinung äußere ich, wie ich sie wahrnehme, es werden jedoch immer nur Meinungen sein, keine Gesetze. Ob schön oder nicht schön, ob richtig oder falsch – das alles ist auf einem so kreativen Gebiet wie der Fotografie glücklicherweise subjektiv.

Und nun zu der Einstiegsfrage:

Als ich vor 2 Jahren mit der Fotografie begann, habe ich mit der Sony Alpha 6000 fotografiert. In meinen Augen eine großartige Einstiegskamera mit einem sehr guten Preis-/ Leistungsverhältnis. Hierbei handelt es sich um eine Kamera mit einem APS-C, einem sogenannten Cropsensor. Das bedeutet, dass der Bildausschnitt, bedingt durch den kleineren Sensor im Vergleich zu einer Vollformatkamera, ebenfalls kleiner ist. Das Bild ist „zugeschnitten“ bzw. „gecropped“. Mit den entsprechenden Objektiven stellt das allerdings kein Problem dar, man braucht eben nur eine kürzere Brennweite, um den gleichen Bildausschnitt wie an einer Vollvormatkamera zu erhalten. Ein Beispiel: wenn ich auf der Vollformatkamera ein 24mm Objektiv nutze habe ich den gleichen Bildausschnitt, wie bei 16mm an einer APS-C Kamera. Das Thema Sensorgröße, Cropfaktor usw. werde ich jedoch in einem separaten Beitrag noch einmal genauer beschreiben.

An der A6000 habe ich 4 verschiedene Objektive genutzt. Das Samyang 12mm f2, Sony SEL50f18, Sony SEL1670Z und das Sony SEL55210.

Detaillierte Erfahrungsberichte zu den Kameras, den Objektiven und sicher auch zum Zubehör werden in den kommenden Wochen folgen. Solltet Ihr es eiliger haben und schon jetzt Fragen zu den hier genannten Kameras oder Objektiven haben, könnt Ihr mir selbstverständlich gerne schreiben.

Nach reiflicher Überlegung bin ich dann dieses Jahr auf eine Vollformatkamera umgestiegen. Da ich bisher sehr zufrieden mit Sony war, bin ich dem Hersteller treu geblieben und habe mich für die Sony A7II entschieden. Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, weder das „ob neue Kamera“ noch das „welche neue Kamera“.
Man muss sich darüber bewusst sein, dass es mit einem neuen Kamerabody nicht getan ist, auch die Folgekosten sind beim Umstieg von APS-C auf Vollformat i.d.R. deutlich teurer, da alleine die Objektive einen großen Preisunterschied machen. Zudem sollte man genau wissen warum man eigentlich umsteigen möchte und welchen Nutzen man damit verfolgt.
„Eine teurere Kamera macht auch bessere Fotos“ sollte nicht der Grund sein. 😉 Das stimmt nämlich nicht. Aber auf bestimmten Gebieten der Fotografie haben Vollformat-Sensoren einfach gewisse Vorteile gegenüber den APS-C Sensoren. Auf anderen Gebieten ist es andersrum.

Die genauen Erläuterungen hierzu werdet Ihr wie gesagt in folgenden Blogbeiträgen finden.

An der Sony A7II nutze ich momentan 3 Objektive: das SEL55f18Z, das SEL1635Z und das SEL2470Z.

Zu Beginn ist man (oder ich) natürlich immer bestrebt alle Brennweiten abzudecken und für jeden Zweck ein Objektiv parat zu haben. Ich wollte z.B. unbedingt noch das SEL70200 haben, damit ich auch ein ordentliches Tele-Objektiv zur Verfügung habe. Da dieses jedoch für den Moment den finanziellen Rahmen gesprengt hätte, habe ich es nicht gekauft und muss zugeben: ich habe es bis heute auch nicht vermisst, da ich wahnsinnig selten im Tele-Bereich arbeite.
Natürlich darf Eure Wunschliste lang sein, aber setzt Euch am besten Prioritäten, wenn Ihr Euch nicht sofort alles erfüllen könnt. Macht Euch Gedanken was Ihr am meisten fotografiert und welches Objektiv Ihr dafür benötigt und setzt dieses ganz oben auf die Liste. Kauft Euch zuerst das, was Ihr braucht, dann das, was Ihr gerne hättet.
Oft kann man auch improvisieren, ich zum Beispiel benötige natürlich dringend ein weitwinkliges Objektiv für Landschaften, möglichst gute Abbildungsqualität (ja, ich gehöre ab und zu schon zu den sogenannten „Pixelpeepern“) und gerne etwas Zoom um flexibler zu sein. Ich hatte mich dann für das SEL1635Z entschieden, welches mir eine durchgängige Blende 4 bietet. Da ich jedoch sehr gerne Astrofotografie mache, hätte ich am liebsten ein weiteres Objektiv gekauft, mit einer Blende 2.8 oder kleiner. Da auch dieses um die 1000€ gekostet hätte, habe ich beschlossen vorläufig mit der 4er Blende zu leben und lieber einen etwas höheren ISO in Kauf zu nehmen und das dabei entstehende Rauschen dann durch Lightroom zu korrigieren. Es gibt also zahlreiche Kompromisse die man eingehen kann, ohne dabei große Abstriche machen zu müssen.

Wie zufrieden ich mit den Kameras und den Objektiven war/bin, was ich Euch empfehlen und wovon ich Euch abraten würde und was noch so alles in meinem Fotorucksack steckt – all das erfahrt Ihr bald auf dieser Seite.

Bis dahin: Viel Spaß beim Fotografieren.

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