Mein Traum vom do-it-yourself Arbeitsplatz

Ich hatte schon seit Monaten den Wunsch mir einen perfekten Arbeitsplatz für meine Fotografie zu schaffen.
In meinem heutigen Beitrag möchte ich Euch an der Planung, Umsetzung und am Resultat teilhaben lassen.
Zu allem was ich erwähne werde ich die entsprechenden Links anfügen.

Wer von Euch auch darüber nachdenkt etwas Neues zu bauen oder Vorhandenes zu optimieren ist hier genau richtig um sich eventuell noch etwas Inspiration zu holen.

Wie ich bereits vor einiger Zeit geschrieben habe gehört die Nachbearbeitung der Fotos und natürlich auch das Verwalten der Dateien genauso zur Fotografie, wie das Fotografieren selbst.

Lange Zeit sah es bei mir wie folgt aus:

Ich nehme die SD Karte aus der Kamera heraus, stecke sie in das MacBook und lege mich damit auf die Couch.

Danach schließe ich meine externe Festplatte an und überspiele die RAW Dateien.

Dann das übliche Bild: ich bewege mich etwas, die Festplatte verliert die Verbindung zum Notebook. Ich ziehe das Kabel heraus, stecke es erneut in den Mac. Meine Katzen springen mir auf den Bauch – und ziehen dabei die Festplatte wieder heraus. Ich kämpfe um die Sicht auf den Monitor, da mindestens eine Nellnase auf meiner Brust liegt.

Auf dem Notebook ploppt die Meldung auf „Akku niedrig“, ich springe also auf, suche das Kabel und schließe es an.

Katze runter, Notebook zur Seite, Kabel ran, Notebook auf den Bauch, Katze auf den Bauch, USB Kabel raus, Ladekabel raus…. Ihr versteht… 😉

Alle fertigen Bilder werden genauso wie die RAW Dateien auf der Festplatte gespeichert. Bin ich nun mit dem MacBook unterwegs muss ich immer die Festplatte mitnehmen, die zugegebenermaßen eh einen leichten Wackelkontakt hat und darum so oft die Verbindung verliert.

Kurzum: es nervt!

Hinzu kommt, dass der Monitor vom Mac zwar eine grandiose Auflösung hat, aber mit 13 Zoll für diesen Zweck einfach zu klein für zuhause ist.

In mir ist also von Tag zu Tag mehr der Wunsch gewachsen mir einen richtig tollen, perfekt für meine Zwecke geplanten und individuellen Arbeitsplatz zu schaffen, mit einem richtig großen Schreibtisch, viel Stauraum, viel Fläche, praktisch und um ehrlich zu sein: es sollte auch ein kleiner Eye-Catcher im Wohnzimmer werden.

Da mir schnell klar war, dass ich keinen fertigen Schreibtisch haben wollte, weil mir diese 1. alle nicht gefallen haben, 2. zu klein waren oder in der richtigen Größe viel zu teuer und 3. nicht meinen Anforderungen entsprachen fing ich also an mir Gedanken zu machen, wie mein perfekter Schreibtisch aussehen soll und wie ich ihn umsetzen kann.

Für die optimale Höhe habe ich Google befragt und bin auf ca. 70-75cm gestoßen. Ich wollte keinen Eck-Schreibtisch, sondern eine große, lange und ausreichend tiefe Arbeitsplatte haben. Hier legte ich mich auf 180cm in der Breite fest, da diese perfekt an den dafür vorgesehenen Platz passten. Die 180cm bieten in der Praxis wirklich sehr viel Freiraum. Mir war hierbei auch wichtig, dass ich ggf. noch einen 2. Monitor im Laufe der Zeit aufstellen könnte ohne Platzprobleme zu bekommen.

Da es wie gesagt eine individuelle Lösung werden sollte hatte ich vor, den Schreibtisch ganz simpel aus einer Unterkonstruktion aus Schränken oder Regalen sowie einer handelsüblichen Küchenarbeitsplatte zu bauen, doch irgendwie fanden sich auf Anhieb keine Möbel, die der gewünschten Bauhöhe des Schreibtisches entsprachen.
Nach etwas Recherche bin ich dann auf die für mich absolut perfekte Lösung gestoßen:
Die „Alex“ Aktenschränke von IKEA.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/10192824/#/40342285

36cm breit, 70cm hoch und mit 5 Schubfächern pro Element genau das was ich gesucht habe. Eine Seite für private Zwecke, die andere für berufliche. Außerdem hatte ich die ganze Zeit eine Idee zum „Kabel-Management“ im Kopf, die auf diese Weise optimal umgesetzt werden konnte. Aber dazu später mehr.

Das „Alex“ Schubladenelement gibt es in verschiedenen Farben, ich entschied mich für schwarzbraun, da es ideal zu meinen anderen Möbeln passte.
Wenn man weiter auf der Produktseite schaut kann man sogar gleich passende Arbeitsplatten dazu wählen. Ich hatte jedoch gleich 2 Probleme:
1. haben mir die angebotenen Arbeitsplatten farblich nicht gefallen und
2. hatten sie nicht die Maße, die ich mir in den Kopf gesetzt hatte.

Also hielt ich zunächst in Baumärkten nach Küchenarbeitsplatten Ausschau, was sich gar nicht als so leicht erwies. Die meisten haben nämlich eine Tiefe von 60cm, ich brauchte jedoch 63cm. Und die wenigen tieferen Platten waren gleich deutlich teurer.
Daher suchte ich weiter und landete letztendlich wieder bei IKEA.
186cm breit, 63,5cm tief und dazu noch für einen mehr als fairen Preis wurde dies nun meine neue Schreibtischplatte:

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80275222/#/90275226

Der Aufbau meines do-it-yourself Schreibtisches ging super einfach. Schränke zusammengebaut, Platte drauf, ausgerichtet und beides durch jeweils 2 Schrauben von der Innenseite der Schränke miteinander verbunden, damit nichts verrutscht.

Ganz fertig war mein Grundgerüst jedoch noch nicht, da ich noch 2 wichtige Punkte auf dem Zettel hatte:
Mein Schreibtisch sollte so praktisch wie möglich werden und ich wollte auf gar keinen Fall Kabelsalat zu sehen haben.

Also kümmerte ich mich zunächst um das Herzstück des Schreibtisches.
Eine integrierte USB-Ladestation. Ich freue mich bis heute jeden einzelnen Tag über diese Idee. 🙂
Ständig lade ich alle möglichen Geräte kreuz und quer in der Wohnung. Mein privates Handy, mein Diensthandy, Kameraakkus, Powerbank, Tastatur und Maus für den PC (dazu komme ich noch) usw.
Und nie bleiben die Dinge dabei in Griffweite, abgesehen davon, dass es einfach nicht schön aussieht, wenn an jeder x-beliebigen Steckdose in der Wohnung ein Gerät zum laden hängt.
Also habe ich mich auf die Suche nach einer praktischen und ansehnlichen Lösung gemacht und bin bei Amazon auf folgendes gestoßen:

https://www.amazon.de/gp/product/B01J1ZKBRQ/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&psc=1&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=f3e82ed1402690a0f561b1ecbec79323

Preis und Nutzen stehen hier absolut im Verhältnis zueinander. Dieser simple USB Hub bereichert meinen Alltag. Er wird nur an eine Steckdose angeschlossen und tut genau das was er soll.
Passend hierzu musste ich mir aus dem Baumarkt noch eine 60mm Lochkreissäge holen, die viele von Euch aber wahrscheinlich sogar schon besitzen.
Gibt es sonst aber ebenfalls bei Amazon:

https://www.amazon.de/Wolfcraft-5484000-Lochs%C3%A4ge-inklusiv-Schaft/dp/B006Z7EDRI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1517089647&sr=8-1&keywords=Lochkreiss%C3%A4ge+60mm&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=9036a3e1358e96e9207c2a68ab273846

Und so sieht das ganze dann aus:
DSC02380

Die nächste Aufgabe war das Kabel-Management. Hier fand die Lochkreissäge gleich ihre nächste Verwendung. In meinem Fall sitzen hinter dem rechten Schubladenelement gleich der TV-Anschluss, der Internetanschluss sowie 2 Steckdosen.
Ich wollte unbedingt vermeiden, dass später sämtliche Kabel zu sehen sind, auch vor dem Hintergrund, dass der Schreibtisch ja im Wohnzimmer (und noch dazu mit offener Küche) steht.

Also bohrte ich durch die Rückwand des Schrankes (übrigens sehr stabil und massiv) und durch die Rückseite der unteren Schublade auf gleicher Höhe 2 Löcher mit 60mm Durchmesser. Hier würden später alle Kabel hindurch passen. Damit die scharfkantigen Löcher keine Kabel aufrauen setze ich noch 2 Kabeldurchführungen ein.
Nun konnte ich durch die Rückwand in die Schublade hinein einen Steckdosenverteiler und den Router legen und meine ganze Elektronik völlig unsichtbar anschließen.
Da die Schubfächer vorne die Öffnung haben, habe ich auch keine Probleme mit der Lüftung.

IMG_1589

Lediglich für das Monitorkabel habe ich noch zusätzlich einen Kabelkanal unter dem Schreibtisch befestigt, da das große Netzteil nicht bis zur Schublade reicht. Aber auch dieser ist gut versteckt.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30200253/?cid=ps%7Cde%7Cno_cc_topic%7C4MLRrWwPr0gHjIOUyfOOktEtkrhBQM

IMG_1601

Als optisches i-Tüpfelchen habe ich dann noch einen Philips Hue-Lightstrip Plus auf die Rückseite der Schreibtischplatte geklebt. Das hat sich nahezu aufgedrängt, da auch der Rest des Raumes mit Philips Hue ausgestattet ist. Wenn ich wie jetzt gerade Abends im Dunkeln am Schreibtisch sitze sorgt dieser für eine schöne warme Stimmung.

https://www.amazon.de/Philips-LightStrip-erweiterbar-kompatibel-mehrfarbig/dp/B0148NMVQA/ref=as_li_ss_tl?s=computers&ie=UTF8&qid=1517165200&sr=8-1&keywords=philips+hue+lightstrip+plus&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=6173fd97c298cf3cc1772760aa11d9eb

Der Schreibtisch stand also, nun waren die Geräte dran.

Ich habe lange gegrübelt, wie ich zukünftig zu meinem großen Monitor komme.
Da für mich klar war, dass für meine Zwecke nur Apple in Frage kommt, war ich die ganze Zeit auf einen iMac fixiert, habe mich aber innerlich dagegen gewehrt, da ich ja bereits ein gutes Macbook aus 2015 besitze. Vollständig auf den mobilen PC verzichten wollte ich auch nicht, aber einfach mal zusätzlich 2.500€ für einen iMac investieren war genauso wenig eine Option.

Ehrlich gesagt hatte ich die Variante „externer Monitor & MacBook Pro“ gar nicht auf dem Schirm, bis ich diese Kombination in einem YouTube Video gesehen habe. Und es war genau das, wonach ich gesucht habe. Ein großer Monitor zum Arbeiten Zuhause, aber trotzdem mein MacBook für unterwegs. Nach einiger Recherche legte ich mich auf 27 Zoll fest. Aufgrund der Bildbearbeitung wollte ich einen Monitor mit einer möglichst perfekten Farbwiedergabe. Da ich zudem noch das überragende Display eines Macs gewohnt bin, sollte er in 4K auflösen und den RGB-Farbraum abdecken. Außerdem sollte er ein IPS Panel haben, damit der Bildschirm aus jedem Betrachtungswinkel gleich gut ausgeleuchtet ist.
Da im Raum die Sonne durch das Fenster genau in Richtung Monitor scheint war mir ebenfalls wichtig, dass das Display matt und nicht glänzend ist.
Ein schönes Design passend zum Rest des Schreibtisches war natürlich auch ein Kriterium. Wenn schon – denn schon. 🙂

Schlussendlich entschied ich mich für den LG 27UD88W und bin bis heute zu 100% zufrieden mit meiner Wahl. Ich kann diesen Monitor ohne Einschränkung weiterempfehlen.

https://www.amazon.de/LG-Products-27UD88-W-AEU-Zoll-Monitor/dp/B01CDYB0QS/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=514cdcdfdd6a6ff19b829e92bf7b1408

Zugegeben, ich brauchte auch ein paar Tage um mich mit dem Gedanken abzufinden, dass es wohl ein Monitor für knapp 600€ wird, da ich ursprünglich um die 200€ im Kopf hatte. ABER es war die beste Entscheidung. Ich hatte mit diesem Monitor einen Plan und einen bestimmten Zweck im Kopf: sehr sehr viel Zeit davor zu verbringen, er sollte mir Freude machen wenn ich ihn nutze und anschaue und vor allem konnte ich keinen Abstrich bei der Farbwiedergabe machen, wenn ich die Bilder nun vorrangig hier bearbeiten würde. Andernfalls könnte es passieren, dass ich die Bilder so bearbeite, wie ich sie am Bildschirm für schön empfinde, sie hochlade und auf jedem anderen Gerät ein komplett abweichendes Bild erhalte.

Der Monitor hat zusätzlich noch ein nettes Feature für alle Besitzer eines MacBooks mit USB Type-C Anschluss, da er diesen Anschluss ebenfalls integriert hat. So bräuchte man für diese Kombi lediglich ein einziges Kabel um nicht nur das Bild zu übertragen, sondern gleichzeitig Bildschirm und Macbook mit Strom zu versorgen.
Ich habe noch den „alten“ Anschluss, wollte aber schonmal für die Zukunft „gewappnet“ sein, da früher oder später sicherlich auch mal ein neues MacBook einziehen wird und ich diese Funktion dann gerne nutzen möchte.

Wer auf USB Type-C verzichten kann, kann zu dem kleinen Bruder dieses Monitors greifen, der LG 27UD68W:

https://www.amazon.de/LG-27UD68-W-Computer-Monitor-DisplayPort-Reaktionszeit/dp/B01AN14SEO/ref=as_li_ss_tl?s=computers&ie=UTF8&qid=1517138487&sr=1-2-fkmr0&keywords=ud+68+w&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=3f1abfda4baab5f43aee1a673fcaa8c1

Es gibt bei diesen Monitoren aus meiner Sicht nur 1 nennenswertes Manko:
Sie besitzen keine integrierten Lautsprecher. Da ich jedoch den Ton eh via Bluetooth über Alexa (die auf dem Schreibtisch steht) ausgebe, spielt es für mich keine Rolle.

Hier übrigens der Link zum Amazon Echo, alias „Alexa“:

https://www.amazon.de/dp/B01J4IY6XA/ref=as_li_ss_tl?_encoding=UTF8&psc=1&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=5e03c46ceb253bf9b78eeda1e70dd179

Optisch ist der LG für mich übrigens dicht an der Perfektion, wenn es darum geht wie er sich in das ganze Setup einfügt. Der silberne Fuß und die Hochglanz-weiße Rückseite passen optisch einfach unglaublich gut zu dem silber-weißen Apple Design.
Der super schmale Rahmen ist für meinen Geschmack ebenfalls absolut gelungen und schön anzusehen.

Was hatte ich mir nun noch in den Kopf gesetzt? Wie ich schon angesprochen habe gab es da noch die Problematik mit der Festplatte. Klar war: ich brauche VIEL Speicherplatz, da ich nicht nur die fertigen Bilder abspeichere, sondern auch die meisten RAW Dateien.
Ich habe schon lange mit einer Netzwerkfestplatte geliebäugelt, mit der ich auch von unterwegs mit dem Notebook, Tablet oder Smartphone auf meine Fotos zugreifen kann.
Da ich bis jetzt mit WD als Festplattenhersteller gute Erfahrungen gemacht habe, hatte ich die My Cloud im Visier. Beim Stöbern im Internet habe ich dann noch gesehen, dass es diese mit einer 2. Backup Festplatte gibt, sodass sämtliche Inhalte noch ein 2. mal als Sicherungskopie auf der Festplatte gespeichert werden. Denn sollte sie mal unwiderruflich den Geist aufgeben grenzt das mittlerweile bei der Menge an Fotos schon fast an eine Katastrophe.

Ich entschied mich für die WD My Cloud Mirror mit 4TB Speicher. Natürlich in weiß. 😉

https://www.amazon.de/Western-Digital-Pers%C3%B6nlicher-Sicherung-Syncronisations/dp/B015E60GTE/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1517160905&sr=8-1&keywords=wd+my+cloud+mirror+4+tb&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=aeb315c8fb9c91606fc303544e081a3f

Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass sich die 4TB auf die Festplatten aufteilen. Also 2x2TB. Man kann die 2. Festplatte als Backup nehmen, muss es aber nicht tun, dann stehen einem natürlich volle 4TB zur Verfügung.

Die Festplatte wird an den Strom und an den Router angeschlossen, anschließend erstellt sie dann ein eigenes Netzwerk.

Meine Meinung zur WD My Cloud Mirror ist recht kontrovers.
Pro:
Sie ist optisch für meinen Geschmack ansprechend. Die Einrichtung ging relativ leicht, auch wenn ich kein großer Fan von der Oberfläche der Festplattenverwaltung werde.
Preislich ist sie natürlich kein Schnäppchen, aber trotzdem günstiger als Alternativprodukte. Ich kann zuhause jederzeit auf meine Daten zugreifen ohne eine Festplatte anschließen zu müssen. Und hier haben wir auch schon den Übergang zum kontra.

Die Betonung liegt auf zuhause.
Ich bin ehrlich, ich habe eine Zeit lang überlegt die Festplatte zurück zu schicken, weil sie wirklich nicht das erfüllt, was ich erwartet habe. Da sie jedoch immerhin alles irgendwie gemacht hat und mehr bietet als bezahlbare Alternativen, habe ich sie doch behalten. Und so langsam werden wir auch Freunde. Die Liebe auf den ersten Blick war es jedoch absolut nicht.

Was mir zu allererst aufgefallen ist: sie ist nicht im Ansatz so schnell, wie ich es erwartet habe und auch von meiner vorherigen USB Festplatte kannte.
Fairerweise muss ich bei allem was ich nun sage betonen, dass ich grundsätzlich mit vielen und großen Dateien arbeite. Wenn ich von einer Fototour nach hause komme überspiele ich zum Teil 20-30GB auf die Platte, davon hat jede Datei knapp 50MB.
Die Geschwindigkeit konnte ich spürbar erhöhen indem ich die Festplatte dann doch direkt via LAN (bei meinem MacBook brauchte ich dafür einen Adapter, da es keinen direkten LAN-Anschluss mehr hat) mit dem Notebook verband.

Was mir bis heute ein Rätsel ist und mich einige Wochen wirklich enorm genervt hat:
Sie arbeitet… und arbeitet… und arbeitet… diese Festplatte will einfach nicht in den Ruhemodus gehen, selbst wenn das Notebook seit 12 Stunden ausgeschaltet ist.
Und dabei macht sie logischerweise permanent Geräusche. Die erste Zeit hatte ich das Gefühl, als hätte ich doch einen Desktop-PC unter dem Schreibtisch zu stehen.
Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und mein Gehirn blendet offensichtlich ganz von alleine diese Geräuschkulisse aus, aber warum das so sein muss, keine Ahnung. Man kann ja sogar im Verwaltungsprogramm einstellen, dass sie sich von alleine in den Ruhemodus begibt – tut sie nur nicht.

Und Punkt 3, für mich völlig inakzeptabel (weil nutzlos) ist: die App funktioniert absolut gar nicht. In der Theorie kann ich auch von unterwegs die My Cloud App öffnen, auf meine Festplatte zugreifen und Freunden Fotos zeigen, die eigentlich zuhause liegen.
In der Praxis öffne ich die App, gehe in meine Ordner (soweit klappt alles), habe aber bei 95% aller Bilder nichtmal eine Vorschau, sodass ich alle Bilder im Ordner durchklicken müsste um das eine bestimmte zu finden. Klicke ich durch die Fotos, braucht die App gute 10 Sekunden um ein Bild zu öffnen, WENN es denn überhaupt geöffnet wird. Das Handy wird dabei übrigens wärmer und wärmer. Wenn ich wische ist spätestens nach dem 5. Bild Schluss und die App stürzt komplett ab.
Beim Kauf der Festplatte hatte ich mir das so schön und so praktisch vorgestellt, aber das war ein absoluter Trugschluss.

Für meine Ansprüche bekommt diese App in Schulnoten eine glatte 6, da genügt auch nicht der gute Wille.
Ich habe auf der Festplatte einen einzigen Ordner mit kleinen, komprimierten Dateien, in dem sich nur Bilder befinden, die mal über WhatsApp kamen. Dieser lässt sich mühelos zügig und sogar mit Vorschaubildern über die App öffnen. Aber das war auch alles.

Insgesamt überzeugt mich die WD My Cloud Mirror wie gesagt leider nur zum Teil, aber ausreichend, um sie zu behalten.

Was fehlte nun noch? Zum einen ein Standfuß für das MacBook. Ursprünglich wollte ich mir den Klassiker bestellen, der zwar gut aussieht, den aber leider wirklich jeder hat. Dieser hier:

https://www.amazon.de/kalibri-Laptop-St%C3%A4nder-Notebook-Stand/dp/B01JRUR5B0/ref=as_li_ss_tl?s=computers&ie=UTF8&qid=1517163104&sr=1-5&keywords=macbook+stand&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=d9bad074f6fb7b7b8d00680819838242

Dann fiel mir bei IKEA jedoch eine Alternative förmlich in die Arme:

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/10282075/

Neben dem Amazon Echo und einer kleinen Pflanze zur Deko, die auf meinem Schreibtisch Platz fanden, galt es nur noch 2 technische Komponenten zu klären.
Wenn das Notebook zugeklappt ist brauche ich natürlich noch eine externe Tastatur und eine Maus. Hier fiel die Entscheidung ohne große Überlegung, nur etwas schmerzlich aufgrund des Preises, auf die Apple Wireless Tastatur und das Apple Magic Trackpad.
Das ist denke ich wieder eine Glaubensfrage, bei der es kein richtig und kein falsch gibt. Wenn jemand ein ähnliches Setup mit Windows PC nutzt, kommt eine Apple Tastatur eher nicht in Frage.

Ich persönlich finde, dass Apple Hardware grandios mit anderer Apple Hardware funktioniert, zumal aufgrund der anderen Tastenbelegung im Vergleich zu Windows sowieso nicht jede x-beliebige Tastatur in die Auswahl kam. Hinzu kommt natürlich die Optik, die sich perfekt in den Rest einfügt, ebenso wie die Haptik, mit der ich schon am MacBook selbst äußerst zufrieden bin. So musste ich mich nichtmal umstellen. So finde ich auch das Magic Trackpad für meine Verwendung deutlich praktischer und besser zu handhaben, als die Magic Mouse von Apple.
Beides wird übrigens über USB geladen, wobei der Akku wirklich extrem lange hält. Das Trackpad lade ich alle 6-8 Wochen, die Tastatur noch seltener.

Hier findet Ihr die Tastatur:

https://www.amazon.de/Apple-MLA22D-Tastatur-Multimediatasten-Wiederaufladbar/dp/B016NY6K5K/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1517164033&sr=8-4&keywords=apple+tastatur+deutsch&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=e3e2091cc74c415944111f13997d0f1d

Diese gibt es übrigens auch mit Ziffernblock:

https://www.amazon.de/Apple-Magic-Keyboard-mit-Ziffernblock/dp/B072JV39RB/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1517164033&sr=8-1&keywords=apple+tastatur+deutsch&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=f6b78044ff423b07d40cc4e484a13dfa

Und hier das Trackpad:

https://www.amazon.de/Apple-MJ2R2Z-Magic-Trackpad-2/dp/B016MUBL4U/ref=as_li_ss_tl?s=computers&ie=UTF8&qid=1517164132&sr=1-1&keywords=apple+magic+trackpad+2+bluetooth&linkCode=ll1&tag=1407200601-21&linkId=7dcd84b5b01c12bcbe962a3eff44dfbc

Ich liebe es an meinem Schreibtisch zu sitzen und mich mit der Fotografie zu beschäftigen und ehrlich gesagt bin ich schon ein wenig stolz auf das Ergebnis. 🙂
Manchmal sitze ich immer noch Abends auf der Couch, schaue hinüber zum Schreibtisch und freue mich einfach nur darüber.

Natürlich hat mich das ganze Projekt Zeit und Geld gekostet, aber es hat sich gelohnt.
Darum freue ich mich, dass ich nun endlich die Zeit gefunden habe Euch mein kleines Foto-Reich vorstellen zu können.

Solltet Ihr Fragen zu den Möbeln oder den Komponenten haben meldet Euch gerne bei mir, ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn sich der eine oder andere etwas Inspiration mit diesem Beitrag abholen konnte.

Hier nochmal im Ganzen (es fehlt übrigens noch ein vernünftiger Schreibtischstuhl)

IMG_8704

Ein Gedanke zu „Mein Traum vom do-it-yourself Arbeitsplatz“

  1. Welch ein toller Bericht, der abschließend erst einmal eines weckt: Neid!!
    Er inspiriert aber tatsächlich auch, denn es steigt das Verlangen sein eigenes Chaos wieder mal etwas in den Griff zu bekommen. Nun aber erst einmal zu dem ausführlichen und gleichbleibend interessanten Bericht über die gesamten Umbaumaßnahmen. Toll verfasst!! Von den vorliegenden Problemen (die wohl jeder kennt, wenn auch sicherlich unterschiedlich) angefangen bis hin zu der für Dich perfekten Lösung ist jeder Schritt gut erklärt. Gut gefallen hat mir, das Du alle verwandten Bauteile immer verlinkt hast. Ich habe mir tatsächlich alle Teile auch in der Beschreibung des Verkäufers angesehen.
    Besonders gut aber fand ich, dass Du mit den Preisen immer im Segment des „Machbaren“ geblieben bist. Natürlich gibt es für viel Geld tolle Dinge zu kaufen. Ein Kunststück ist es aber häufig, mit normalen finanziellen Mitteln irgendetwas Tolles zu zaubern. Dies ist Dir absolut gelungen und deshalb fand ich auch den Bericht so richtig gut.

    Mein Interesse ist geweckt, auch meinen Bereich …irgendwann… in Angriff zu nehmen. Kurzfristig wird aber die USB-Ladestation, die mich fasziniert hat, bei mir Einzug halten. (Blicke jetzt gerade auf einer Vierfach-Steckdose mit drei USB-Ladegeräten, die sehr dekorativ 😦 auf meinem Schreibtisch steht.)

    Vielen Dank für den tollen Bericht.
    LG Reinhold

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