Lexikon

An dieser Stelle findet Ihr eine Übersicht der wichtigsten Begriffe der Fotografie und ihrer Bedeutung.
Die Erklärungen sind alle kurz gehalten und völlig wertfrei. Vergleiche, Meinungen usw. werden in den Blogbeiträgen folgen.

Wer sich hier bereits fit fühlt darf gerne in den anderen Menüpunkten stöbern. 😉

Sollte etwas unklar oder auch unvollständig sein schreibt mir gerne über das Kontaktformular.

A

Abblenden
Schließen der Blende (Einstellen einer höheren Blendenzahl), es gelangt weniger Licht in das Objektiv und damit auf den Sensor. Durch das Abblenden wird eine größere Schärfentiefe erreicht.

APS-C
siehe „Sensor“

Auto-Fokus
siehe „Fokus“

B

Batteriegriff
Ermöglicht den Einsatz von 2 Akkus, bessere Haptik durch größere Grifffläche. Auch Hochformatgriff genannt, da häufig 2. Auslöser für Hochformatfotos.

Belichtungsmesser
Intern (in der Kamera) oder extern (nur noch selten genutzt), misst die Helligkeit im Motiv. Im Automatikmodus wird anhand dieser Messung das Verhältnis von Blende/Verschlusszeit berechnet. Im manuellen Modus wird die Helligkeit durch +/- und einem Wert (z.B. +1) angegeben, Blende/Verschlusszeit können anhand dessen eingestellt werden.

Belichtungszeit
siehe „Verschlusszeit“

Bildstabilisator
In der Kamera und/ oder im Objektiv verbaut, beruhigt bzw. stabilisiert das Bild indem Erschütterungen gemessen und ausgeglichen werden. Gerade bei langen Brennweiten und längeren Verschlusszeiten hilfreich um einem verwackelten Bild entgegen zu wirken.

Blende
Mechanische Vorrichtung am Objektiv, um die Größe der Objektivöffnung und damit die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft, zu regulieren.
Der Wert der Blende wird mit „f“ angegeben.

Kleiner Blendenwert (z.B. f1.8) = offene Blende
Großer Blendenwert (z.B. f11) = geschlossene Blende

Eine offene Blende wird häufig in der Portraitfotografie genutzt um lediglich das Hauptmotiv scharf abzubilden. Je offener die Blende, desto geringer die Schärfentiefe (siehe „Schärfentiefe“)
Eine geschlossene Blende wird meist in der Landschaftsfotografie genutzt um möglichst viel Schärfe im ganzen Bild zu erreichen. Je geschlossener die Blende, desto größer die Schärfentiefe. (siehe „Schärfentiefe“)

Blitz
Beleuchtungseinrichtung für die notwendige Beleuchtung des Objektes im Moment der Aufnahme.

Bokeh
Der Teil des Bildes, der unscharf abgebildet ist. Wird sehr gerne in der Portraitfotografie eingesetzt um das Objekt freizustellen. Je offener die Blende (je kleiner die Blendenzahl), desto stärker das Bokeh.

Brennweite
Ist der Abstand zwischen der Linse und ihrem Brennpunkt, sie entscheidet über die Größe des Bildausschnittes und wird in mm angegeben. Die Brennweite steht i.d.R. auf dem Objektiv.
Kurze Brennweite (z.B. 16mm) = großer Bildausschnitt
Lange Brennweite (z.B. 200mm) = kleiner Bildausschnitt

Mehr dazu siehe „Objektive“

Bridge-Kamera
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

BULB
Der BULB-Modus wird verwendet, wenn ein Foto länger als 30 Sek. belichtet werden soll. Das Bild wird dann so lange belichtet, wie der Auslöser gedrückt wird. Auch Verwendung mit Fernauslöser möglich, Belichtungszeit von >30 Sek. kann dann über diesen eingestellt werden.

C

Chromatische Aberration
Abbildungsfehler, der sich durch Farbsäume an Hell-Dunkel Übergängen im Bild äußert. Lässt sich i.d.R. mit Bildbearbeitungssoftware korrigieren.

Crop/ Crop-Faktor
Die wichtigste Bezugsgröße zum Crop-Faktor ist immer das 35mm-Kleinbildformat. Er verändert, bedingt durch einen kleineren Sensor (z.B. APS-C) den Bildausschnitt bei gleicher Brennweite. Das Bild wird also zugeschnitten bzw. „gecropped“. Darum spricht man bei Kameras mit kleinerem Sensor als dem KB-Format von sogenannten „Crop-Kameras“.

Beispiel:
50mm Brennweite an APS-C, Crop-Faktor = 1,5
50mm x 1,5 = 75mm
Die Brennweite bleibt auf APS-C und Kleinbild/ Vollformat die gleiche, der Bildausschnitt auf APS-C entspricht jedoch bei 50mm dem gleichen Bildausschnitt wie 75mm an einer Vollformatkamera.

D

DSLM
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

DSLR
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

E

EXIF
Standardformat, in dem Metadaten wie z.B. Name, Aufnahmezeit und Einstellungen (Blende, ISO usw.) in den Bildern gespeichert werden.

F

Fernauslöser
Externes Gerät um die Kamera auszulösen ohne sie direkt zu berühren. Es gibt Kabelfernauslöser (der Anwender muss also in der direkten Nähe der Kamera stehen) oder Funkfernauslöser (der Anwender kann sich mehrere Meter von der Kamera entfernen, hier braucht die Kamera dann aber einen Empfänger für das Funksignal)

Festbrennweite
Objektiv mit nur einer Brennweite. Meist sehr lichtstark, große Schärfe, dafür unflexibel da fehlender Zoom. Wird oft für Portraits eingesetzt, aber auch als Weitwinkelobjektiv, eher selten bei Tele.

siehe „Objektiv“

Filter
Werden hauptsächlich in der Landschaftsfotografie eingesetzt um bestimmte Bildeffekte zu erzielen, Montage am Objektiv.

Die gängigsten Filter:

ND/ Graufilter
Aus Glas oder Kunststoff, bewirkt gleichmäßige Abdunklung des Bildes, werden standardmäßig in 3 verschiedenen Stärken angeboten (ND8, ND64, ND1000).
Anwendung: Verlängerung der Verschluss-/ Belichtungszeit ohne das Bild überzubelichten um z.B. Bewegungsunschärfe von fließendem Wasser zu erzielen.

Grauverlaufsfilter
Aus Glas oder Kunststoff, Einsatz zur farblichen Tönung oder Abdunkelung des Himmels, der Filter ist dabei bis zur Hälfte getönt. Es gibt Verlaufsfilter mit weichen oder harten Übergängen.

Pol/ Polarisationsfilter
Aus Glas oder Kunststoff, unterdrücken im Bild unerwünschte Reflexionen von glatten, nichtmetallischen Oberflächen wie z.B. Wasser, Blätter, Glas.
Das Grün von Laub und Gräsern sowie das Blau des Himmels können verstärkt werden, Verstärkung von Farben und Kontrasten.

UV-Filter
Hauptaufgabe ist der Schutz des Objektives vor mechanischen Beschädigungen durch das einfallende UV-Licht.

Bei Filtern gibt es 2 Möglichkeiten der Montage:

Schraubfilter
Werden in das Filtergewinde am Objektiv geschraubt, daher beim Kauf auf Filtergröße und Gewindedurchmesser achten

Steckfilter
Ein Filterhalter wird am Objektiv montiert. Filter können dann in den Filterhalter geschoben werden.

Focus-Peaking
Hervorgehobene Anzeige (meist farbige Markierung) des Schärfebereichs in einem Foto auf dem Kameradisplay. Einsatz in der digitalen Fotografie beim manuellen Fokussieren. Nicht mit jeder Kamera möglich.

Fokus
Beschreibt der schärfsten Bereich in einem Foto.

Grundlegend wird unterschieden in:

Auto-Fokus
Kamera stellt automatisch auf das Motiv scharf, Messung verschiedener Bildbereiche.
Unterscheidung in AF-S (Fokus bleibt auf anvisiertem Punkt), AF-C (Fokus verfolgt bewegtes Objekt) und AF-A (Kamera entscheidet selbst zwischen beiden Varianten)

Manuell-Fokus
Fokus wird manuell am Fokusring eingestellt, Bereich der maximalen Schärfe wird bei einigen DSLM Kameras (Systemkameras) durch das „Focus-Peaking“ farblich markiert.

G

Gegenlichtblende
Auch Streulichtblende genannt. Wird vorne auf das Objektiv geschraubt und verringert so den Einfall von Streulicht auf die Linse, Blendenflecken/ Linsenreflektionen werden so minimiert und die Bildqualität gesteigert.

Grau- / Grauverlaufsfilter
siehe „Filter“

H

HDR
„High Dynamic Range“
Zusammensetzung mehrerer Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen, sodass Details sichtbar gemacht werden, die aufgrund hoher Helligkeitsunterschiede nicht in einer Aufnahme darstellbar wären.

I

ISO
Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors. Bei der Erhöhung des ISO-Wertes benötigt der Kamerasensor weniger Licht um ein korrekt belichtetes Foto zu erstellen. Je höher der ISO-Wert ist, desto stärker wird jedoch auch das Rauschen im Bild.

J

JPEG
Komprimierte Bilddatei, enthält deutlich weniger Bildinformationen als eine RAW Datei. Bei Ausgabe als JPEG ist die Datei durch interne Kamerasoftware bereits bearbeitet.

K

Kamera/ Kamerasysteme
Die gängigsten Kamerasysteme:

Kompaktkamera
Durch die kompakte Bauweise der am weitesten verbreitete Kameratyp, jedoch schwächste Abbildungsleistung im Vergleich zu den anderen Systemen, oft nur im Automatikmodus bedienbar.

Bridgekamera
Brücke zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflexkamera, in Größe und Abbildungsleistung. Keine Wechselobjektive, dafür oft große Brennweitenbereiche. Bedienung meist spiegelreflex-ähnlich.

Spiegelreflexkamera (SLR/ DSLR)
Kamera mit Wechselobjektiv, das Bild wird durch das Objektiv über einen Spiegel und ein Prima zum Sucher umgeleitet. Manuell einstellbar, deutlich größer und schwerer als Kompaktkameras, i.d.R. aber bessere Abbildungsleistung, mit optischem Sucher ausgestattet (siehe „Sucher“).

Systemkamera (DSLM)
Neueste Form der Kamerasysteme, spiegellose Kamera mit Wechselobjektiven.
Bauweise i.d.R. kompakter als DSLR’s. Manuell einstellbar, mit elektronischem Sucher ausgestattet (siehe „Sucher“).

Die verschiedenen Kamerasysteme können mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet sein. Hierzu mehr unter „Sensor“.

Konverter
Wird zwischen Objektiv und Kamerabody gesetzt, ermöglicht die Verlängerung von Brennweiten. Meist mit Qualitätsverlust verbunden.

L

Langzeitbelichtung
Belichtungszeit von mehreren Sekunden, Stativ notwendig. Schwache Lichtquellen/Dunkelheit können so korrekt belichtet werden. Mithilfe der Langzeitbelichtung können auch Bewegungsabläufe dargestellt werden, bspw. fließendes Wasser, Streifen durch Lichter fahrender Autos usw.

Lightroom
Bildbearbeitungssoftware von Adobe, wird häufig in der Landschaftsfotografie genutzt

M

Makro
siehe „Objektiv“

Manuell-Fokus
siehe „Fokus“

MFT
siehe „Sensor“

Mittelformat
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

N

Naheinstellgrenze
Der Mindestabstand vom Sensor zum Objekt um dieses scharf zu stellen.

ND-Filter
siehe „Filter“

O

Objektiv
Wichtigste Komponente eines Kamerasystems, fest verbaut oder wechselbar.
Bildausschnitt ist abhängig von der Brennweite und der Sensorgröße des Objektivs (und Sensorgröße der Kamera).

Objektivtypen:

Normalobjektiv
ca. 40mm-50mm (Kleinbild)

Teleobjektiv
ab ca. 70mm (Kleinbild)

Weitwinkelobjektiv
ca. 12mm-35mm (Kleinbild)

Fischaugenobjektiv
ca. 6mm-16mm (Kleinbild), ebenfalls weitwinklig, verursachen jedoch eine Verzeichnung/ Krümmung im Bild

Makroobjektiv
In diversen Brennweiten erhältlich, mit geringer Naheinstellgrenze um Objekte im Maßstab 1:1 scharf abzubilden.

Zoomobjektiv
Variable Brennweiten, erhältlich von Weitwinkel- bis Teleobjektiv.

P

Photoshop
Bildbearbeitungssoftware von Adobe

Pol-Filter
siehe „Filter“

Portrait
siehe „Objektiv“

Q

R

Randunschärfe
Abbildungsfehler, der häufig bei Zoom-Objektiven auftritt. Abnehmende Schärfe von der Bildmitte zum Bildrand.

Rauschen/ Bildrauschen
Verschlechterung eines digitalen Bildes durch Überlagerung von Bildpunkten, die keinen Bezug zum Bildinhalt haben. Tritt häufig bei der Erhöhung des ISO auf.

RAW
Rohdatei einer Aufnahme, unbearbeitet. In dieser Datei sind maximale Bildinformationen gespeichert. RAW Dateien müssen im Nachgang mit einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet werden.

Reflektor
Reflektiert einfallendes Licht um Motive besser auszuleuchten. Erhältlich in gold, silber, weiß, schwarz und als Diffusor

S

Schärfentiefe
Beschreibt die Größe des Entfernungbereiches, innerhalb dessen ein Objekt im Bild  scharf abgebildet wird. Je geschlossener die Blende (je größer der Blendenwert), desto schärfer ist der ganze Bereich des Bildes, sowohl die Objekte nah dran, als auch weit weg.

Schraubfilter
siehe „Filter“

Sensor
Der Bildsensor der Kamera erfasst die durch das Objektiv auf seine Oberfläche projizierten Bilder.

Die gängigsten Sensorgrößen/ Formate:

MFT („Micro-Four-Thirds“)
Häufig verbaut in spiegellosen Systemkameras, Sensorfläche entspricht ca. 1/4 der Vollformatsensoren, es ergibt sich ein Verlängerungsfaktor von 2.
Hauptsächlich zu finden bei Panasonic und Olympus.

APS-C
In DSLR (mit Spiegel) und DSLM (ohne Spiegel) Kameras verbaut, oft für Hobby-Fotografie genutzt. Sensorfläche entspricht ca. 1/2 der Vollformatsensoren, es entsteht ein Verlängerungseffekt der Brennweite um den Faktor 1,5 (manchmal auch 1,6). Somit wirkt eine 50mm Brennweite an einer APS-C Kamera wie 75mm an einer Kleinbildkamera (Vollformat).

Vollformat
Verwendung bei DSLR (mit Spiegel) und DSLM (ohne Spiegel) Kameras, Sensorfläche entspricht den alten analogen 35mm-Kleinbildkameras (KB) mit einer Größe von 36x24mm. Vollformat wird hauptsächlich in der professionelleren Fotografie genutzt.

Weitere Sensoren:
Mittelformat
1-Zoll-Sensor

SLR
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

Spiegelreflex
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

Stativ
Gewährleistet das stabile Aufstellen von Kameras, Leuchten, Blitzen etc.
Wird vor allem bei längeren Verschlusszeiten/ bei längerer Belichtung benötigt um ein Verwackeln des Bildes zu vermeiden.

Steckfilter
siehe „Filter“

Sucher
Vorrichtung an der Kamera um den Bildausschnitt zu betrachten, gerade bei Sonneneinstrahlung von Vorteil, da die Vorschau auf dem Kameradisplay schwer zu erkennen ist.
Es gibt 2 Arten von Suchern:

Optischer Sucher
Zeigt das Motiv so, wie es das Auge wahrnimmt. Veränderungen der Einstellungen und damit verbundene Auswirkungen auf das Bild (Blende, Verschlusszeit u.a.) werden nicht angezeigt.

Elektronischer Sucher
Ist ein Sucher mit einem sehr kleinen Bildschirm, Veränderungen der Parameter werden sofort im Bild angezeigt. Auch Kameraeinstellungen, Focus-Peaking (sofern vorhanden) u.a. können im elektronischen Sucher angezeigt werden

Systemkamera
siehe „Kamera/ Kamerasysteme“

T

Tele
siehe „Objektiv“

U

UV-Filter
siehe „Filter“

UWW/ Ultraweitwinkel
siehe „Objektiv“

V

Verlaufsfilter
siehe „Filter“

Verschlusszeit
Regelt den Lichteinfall auf den Sensor. Ist eine Verschlusszeit von 1/100 Sek. eingestellt, so fällt genau 1/100 Sek. lang Licht auf den Kamerasensor. Wahl der Belichtungszeit von Lichtverhältnissen und gewünschten Effekten abhängig. Kurze Verschlusszeiten „frieren“ ein Motiv ein und bilden es maximal scharf ab. Längere Verschlusszeiten verursachen Bewegungsunschärfe.

Verzeichnung
Auch Distorsion genannt. Abbildungsfehler, der den Maßstab von Objekten im Bild verändert. Die Form des Objektes ändert sich zu den Bildrändern.

Vignettierung
Schattenbildung an den Rändern des Bildes/ Abfall der Helligkeit zum Bildrand. Kann gut durch Bildbearbeitungssoftware korrigiert werden.

Vollformat
siehe „Sensor“

W

Weitwinkel
siehe „Objektiv“

Weißabgleich
Sensibilisiert die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort (Angabe in Kelvin)
Automatischer Abgleich möglich, je nach Kamera auch durch manuelle Auswahl von bestimmten Beleuchtungssituationen im Menü (z.B. Tageslicht, Kunstlicht, Schatten) oder komplett manueller Abgleich mithilfe einer Graukarte.
Weißabgleich auch im Nachgang mit Bildbearbeitungssoftware korrigierbar.

X

Y

Z

Zoom
Beschreibt ein Objektiv, welches in den Brennweiten variabel ist, Abbildungsleistung meist schwächer als bei Festbrennweiten.

siehe „Objektiv“